Wer Dividenden liebt, liebt Krawattenlos

In Dividendenstrategie by Frederik1 Comment

Wie Du sicherlich bereits festgestellt hast dreht sich bei uns alles rund um das Thema Dividenden. Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns schon mit Dividenden-Aktien und teilen über unseren Blog diese Leidenschaft und Liebe mit der Dividenden-Community.

Was ist es was uns an Dividenden so fasziniert? Wieso begeistert uns keine andere Anlagenklasse so sehr? Wie kam es zu unserer Liebe zu Dividenden-Aktien?  Wie können wir trotz Niedrigzinsphase von Dividenden-Aktien profitieren und den Zinseszinseffekt für uns nutzen? Warum die permanente Angst vor dem Crash unbegründet ist und warum auch Du Deine Liebe zur Dividendenstrategie entfachen solltest erfährst Du in diesem Beitrag!

Wie alles begann

Alles begann mit einem Spar- und Tagesgeldkonto. Hier gab es Zinsen von bis zu 4% und mehr, sparen lohnte sich also. Das war für uns die erste Erfahrung mit Geld noch mehr Geld zu verdienen. Die Idee, sich nebenbei auch Aktien etwas genauer anzuschauen lag nahe, schließlich nahmen wir an einem Mitarbeiterbeteilingsprogramm unseres Arbeitgebers teil. Hier erhielten wir Jahr für Jahr steigende Dividenden, welche bezogen auf den Einstandskurs die 4%-Rendite auf Spar- und Tagesgeldkonten um ein vielfaches schlug. Schnell war klar, steigende Dividenden und Kursgewinne wirken wie ein Brandbeschleuniger auf die Vermögensbildung, es war also an der Zeit die Kapitalallokation neu zu überdenken!

Unternehmen profitieren von der Niedrigzinsphase, wir auch!

Mit dem Eintritt in die Niedrigzinsphase wurden die Zinsen auf Sparvermögen geradezu vernichtet. Unternehmen hingegen profitieren von der Flut des billigen Zentralbank Geldes. Sie sind in der Lage sich günstig zu refinanzieren und können auf Basis einer niedrigen Zinslast, überschüssiges Geld in Form von steigenden Dividenden oder Aktienrückkäufen an die Aktionäre zurückgeben. Wir haben die Zeit des billigen Geldes zu unseren Gunsten genutzt, Tagesgeld und Sparkonten aufgelöst und sind nun mit einem noch größeren Teil unseres Vermögens in Dividenden-Aktien investiert. Somit profitiern auch wir von der Niedrigzinsphase!

Faszination Dividende

Früh verstanden wir es den Kapitalismus zu verstehen und uns zu Nutze zu machen. Wird der Kapitalismus von vielen negativ gesehen, so schätzen wir die Vorzüge und Chancen dessen. Dividenden sind für uns die Mutter des Kapitalismus, quasi eine legale Umverteilung von der rechten in die linke Tasche. Was meinen wir damit? Kaufst Du Dir zum Beispiel eine Tafel Schokolade von Milka, dann wirst Du mit dem Kauf eine Gewinnmarge für den Hersteller Mondelez generieren. Die Firma Mondelez wird aber nur einen Teil des Gewinns für operative Zwecke einbehalten, den Rest schüttet Sie in Form von Dividenden an Ihre Aktionäre aus. Dieser Kreislauf wiederholt sich unendlich oft, für unzählige Produkte, Tag für Tag. Die Konsumenten (linke Tasche) konsumieren, die Investoren (rechte Tasche) kassieren! Wir Investoren verdienen somit ein Leben lang ein passives Einkommen! Ist das nicht großartig und faszinierend?

Der Zinseszins Effekt

Erhalten wir eine Dividende, dann haben wir 2 Möglichkeiten mit dieser umzugehen

1.Wir nutzen diese zu Konsumzwecken

2.Wir reinvestieren diese um vom Zinseszinseffekt zu profitieren

Wir reinvestieren 100% unsere Dividenden, was langfristig dramatische Auswirkungen auf die Vermögensbildung hat. Was passiert wenn man über einen Zeitraum von 30 Jahren monatlich 500 EUR spart und alle Dividenden reinvestiert zeigt folgende Grafik. (Annahme: 5% Kurswachstum; 3% Dividendenrendite p.a.)

Entwicklung der monatlichen Dividendenerträge über einen Zeitraum von 30 Jahren, bei Wiederanlage der Dividenden.

Dividenden Simulator Pro +: Entwicklung Dividendenerträge pro Monat über 30 Jahre

Entwicklung der monatlichen Dividendenerträge und des Depotwertes über einen Zeitraum von 30 Jahren, bei Wiederanlage der Dividenden.

Dividenden Simulator Pro +: Entwicklung Depotwert und monatliche Dividenden über 30 Jahre

Über den 30-jährigen Zeitraum wurden mehr als 148k EUR an Dividenden erzielt, bei einer Rendite von nur 3% p.a., außerdem steigt das monatliche Dividendeneinkommen auf 1.159 EUR im Monat (Grafik 1). Das Depotvermögen beträgt ~650.000 EUR wobei nur 180.000 EUR über die monatliche Sparrate von 500 EUR einbezahlt wurden, die Differenz von 470.000 EUR ist dem Zinseffekt geschuldet (Grafik 2). Hier erhältst Du weitere Information zum Thema Zinseszins-Effekt.

Die Angst vor dem Crash

Finanzjournalismus ist purer Wahnsinn. Heute wird ein Unternehmen gehyped, morgen bereits dem Tode geweiht. Die tägliche Informationsflut hat nur ein Ziel, Schwankungen an den Börsen auszulösen.Diese nutzen erfahrene Anleger für sich. Sie greifen das Geld der unerfahrenen, nervösen Börsenteilnehmern ab. Das Bild von Kal (1989) „Just a normal day at the nation’s most important financial institution…“ bringt es auf den Punkt, „ein normaler Tag an der Wallstreet“, nichts mehr und nichts weniger. Wir lassen uns von der Nervosität nicht anstecken, sondern stellen uns bei der Auswahl unserer Unternehmen die Frage, „Ist die Firma in der Lage, auch in schwierigen Zeiten Geld zu verdienen und eine Dividende auzuschütten?“. Beantworten wir diese Frage mit „Ja“, dann kann und ist uns das Grundrauschen an den Börsen egal. Wer langfristig so agiert gehört automatisch zu den Gewinnern am Kapitalmarkt.

Das bild von Kal aus dem Jahr 1989 beschreibt das Auf und Ab an der Börse! Wer an der Börse die Ruhe bewahrt gehört hier langfristig zu den Gewinnern!

Quelle: Kal 1989 „Just a normal day at the nation’s most important financial institution…“

Dividenden-Investor werden ist nicht schwer!

Frägst Du einen Menschen der bisher nichts mit Aktien zu tun hatte ob es schwer sei in Aktien zu investieren, dann wirst Du voraussichtlich Deine Frage mit einem fetten „Ja“ beantwortet bekommen. Ihr selbst wisst es aber bereits besser, nichts ist in digitalen Zeiten wie heute einfacher als in Aktien zu investieren. Das schwierigste am Ende ist die Eröffnung eines Depots bei Deinem Broker. Steht das Depot, dann reicht am Ende oftmals ein gesunder Menschenverstand, etwas Geld sowie ein paar Mausklicks, um das Abendteuer Dividenden zu starten.

Richtig, ganz so trivial ist das Investieren in Dividenden-Aktien nicht. Um erfolgreich zu sein benötigt es durchaus eine klare Strategie, wobei der Strategieprozess oft mehrer Jahre in Anspruch nehmen kann. Dies soll aber niemanden und schon gar nicht Dich davon abhalten, endlich mit System in Dividenden-Aktien zu investieren.

Entdecke auch Du Deine Liebe für Dividenden-Aktien

Da Du diesen Beitrag liest zeigt das Du dich für Dividenden-Aktien interessierst. Du bist somit auf dem richtigen Weg, wenn Du Dir langfristig ein Vermögen, sowie ein passives Einkommen aufbauen möchtest. Wir unterstützen Dich gerne auf Deiner Reise mit wertvollen Informationen rund um das Thema Dividenden. Abonniere oder Like uns auf Facebook und erhalte regelmäßig Tipps, Beiträge und Dividenden-Signale von ausgewählten Aktien. Starte noch heute damit, Deine Liebe für Dividenden zu entfachen.

Wer Dividenden liebt, liebt Krawattenlos

Kommentare

  1. Der Zinseszins-Effekt ist wie immer sehr beeindruckend. Auch unser Depot besteht zum großen Teil aus Dividendenzahlern und liebe es sehr, die Zahlungseingänge zu verbuchen.

    Trotzdem bin ich mit der Zeit zu einer etwas nüchtereren Betrachtung übergegangen, denn tatsächlich sind die Dividenden ja auch ’nur‘ eine Art Kurssteigerung, die eben ausgezahlt (und versteuert) wird.

    Etwas drastischer hat es ja der Frugalist schon vor einiger Zeit ausgedrückt.

    https://frugalisten.de/die-dividenden-strategie-der-grosse-selbstbetrug/

    Anmerkung: ich finde das Sinnbild mit dem Geldautomaten gleich zu Beginn des Artikels schon schief, denn bei einem Geldautomaten kann ich ja mein gesamtes Geld abheben bzw. durch die Abhebungen mein Depot auflösen. Das ist ja bei Dividendenzahlungen völlig anders und nicht vergleichbar – sie lösen ja nicht das Depot auf.

    Wir bleiben trotzdem bei den Dividenden. Wenn eine Firma mal ganz den Bach runtergeht und man nie Dividenden erhalten hat, dann ist eben außer Spesen auch nix gewesen…

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