Kauf u. Verkaufsignale BASF Aktie

Kauf- u. Verkaufssignale erkennen anhand der Dividendenrendite

In Dividendenstrategie by Frederik9 Comments

BASF ist als eines der führenden Chemieunternehmen breit diversifiziert und global präsent. Das breite Produktportfolio und die globale Ausrichtung, sorgen seit Jahrzehnten für Stabilität bei Umsatz und Ergebnis. Dies führt dazu, dass viele Langfristinvestoren sich für eine BASF Beteiligung entscheiden. Doch wann ist der richtige Einstieg- und Ausstiegszeitpunkt? Dieser Frage wollen wir in diesem Artikel nachgehen. Doch zuvor muss geprüft werden, ob BASF für Dividendeninvestoren überhaupt in Frage kommt.

Die Kapitalstruktur

BASF KapitalstrukturQuelle: Eigene Darstellung
Die BASF überzeugt seit Jahren mit einer gesunden Kapitalstruktur. Eine durchschnittliche Eigenkapitalquote > 40% ist in anlagenintensiven Betrieben durchaus angemessen und positiv zu bewerten. Seit Jahren konnte das Eigenkapital durch Gewinnrücklagen gestärkt werden. Die graue Linie zeigt, seit der Wirtschaftskrise 2009 konnte die Eigenkapitalquote leicht angehoben werden. Auf Basis des angemessenen Verschuldungsgrades ist die BASF Aktie für Dividendeninvestoren durchaus eine interessante Überlegung.

Die Kapitalkosten

BASF KapitalkostenQuelle: Eigene Darstellung

Das EBIT nach Kapitalkosten ist eine zentrale Steuerungsgröße des BASF Vorstandes. Das Ziel des Vorstandes ist es, eine Prämie auf die Kapitalkosten zu verdienen und somit die Renditeerwartung der Aktionäre zu übertreffen. Die Grafik zeigt die gesamten Kapitalkosten, die sich jährlich bei ca. 5 -7 Mrd. Euro bewegen. Die Dividenden machen durchschnittlich 42% der Kapitalkosten aus. Wichtig ist hier, in jedem Jahr konnte die BASF ihr Ziel, eine Prämie auf die Kapitalkosten zu verdienen, erreichen (grüner Balken – EBIT aCC). Mit der erzielten Prämie auf die Kapitalkosten haben die Aktionäre in der Vergangenheit somit eine Überrendite erzielt!

Dividende, Gewinn und Cashflow Betrachtung

BASF Dividende, Gewinn u. CashFlowQuelle: Eigene Darstellung

Kommen wir nun zu den harten Fakten, welche für Dividendeninvestoren von großem Interesse sind. Für eine nachhaltige Dividendenpolitik benötigt es einen starken Free-Cashflow zur Bedienung des Eigen- und Fremdkapitals. Können Dividenden aus dem freien Cashflow nicht gedeckt werden, so ist dies ein Warnsignal für Investoren. Reicht der Free-Cashflow über einen längeren Zeitraum nicht aus um die Dividenden zu decken, so drohen Kürzungen beziehungsweise Streichungen der Dividende. Im Falle der BASF konnten der Free-Cashflow, Dividenden als auch Gewinn je Aktie über viele Jahre hinweg gesteigert werden. Der CAGR seit 2000 betrug für das Dividendenwachstum 10%, der Cashflow wuchs mit 8% pro Jahr. Somit meistert die BASF auch das Cashflow zu Dividendenverhältnis mit Bravour. Übrigens, in der Grafik des Kapitels „Kapitalkosten“ kann man auch gut sehen, dass der freie Cashflow (gelber Punkt) die Gesamtkapitalkosten (schwarzer Punkt) in jedem Jahr übertrifft.

Korrelation Kurs- und Dividendenentwicklung

BASF Kurs- u. DividendenentwicklungQuelle: Eigene Darstellung

Die BASF hat seit dem Jahr 2000 ihre Dividende 12x erhöht, 3x in das Folgejahr fortgeschrieben und lediglich einmal reduziert. Anhand dieser Historie kann man also durchaus das Unternehmen als zuverlässigen Dividendenzahler bezeichnen. Die Grafik zeigt sehr schön, welche Auswirkung eine zuverlässige Dividendenzahlung auf den Aktienkurs mit sich bringt. Vom Jahr 2000 bis 2005 gab es nur sehr wenig Bewegung im Aktienkurs, gleichzeitig hat sich auch die Dividende nur marginal entwickelt. Mit einhergehenden Dividendenanhebungen hat dann auch der Aktienkurs an Fahrt aufgenommen. Klar ist, steigen die Gewinne des Unternehmens, winken steigende Ausschüttungen, was wiederum den Kurs treibt! Legt man eine Lineare über Aktienkurs (blaue gepunktete Linie) und Dividende (gelb gepunktete Linie), dann kann man hier eine klare Korrelation zwischen den beiden Kennzahlen erkennen. Mit dem Wissen, das die Dividende den Aktienkurs wesentlich beeinflusst, sollte es also möglich sein, sich ein Modell zu überlegen, welches Kauf- bzw. Verkaufszenarien ermöglicht. Wie dieses Modell aussehen könnte, prüfen wir in den nächsten Abschnitten des Artikels.

Dividendenwachstum

BASF DividendenwachstumQuelle: Eigene Darstellung

Seit 2000 bezahlt die BASF ununterbrochen eine Dividende. In einigen Jahren wurde diese sogar beachtlich erhöht. Die beigefügte Grafik zeigt die Erhöhungen in Prozent ggü. zum Vorjahr. Insbesondere in den Jahren von 2002 bis 2007 erfolgten beachtliche Erhöhungen, oftmals im zweistelligen Prozentbereich. Das Dividendenwachstum verlangsamte sich dann ab dem Jahr 2012 wo es jährliche Erhöhungen (Ø 4%) leicht über dem Inflationsniveau gab. Trotz abflachendem Dividendenwachstum beweist die BASF jedes Jahr aufs Neue, das eine Ausschüttung und eine Erhöhung im geschäftsführenden Management eine große Priorität besitzen.

Identifizierung von Kauf- und Verkaufssignalen

Kommen wir nun zu dem zuvor versprochenen Modell anhand welcher Methode wir Kauf- bzw. Verkaufssignale der BASF Aktie identifizieren können.
BASF Kauf- u. VerkaufsignaleQuelle: Eigene Darstellung

Diese Grafik zeigt uns 3 wichtige Kennzahlen, welche es uns ermöglichen den Fairen Wert einer Aktie für Dividendeninvestoren zu bestimmen. Wichtig ist hier zuerst die rote Linie (Ø Div yield %). Sie zeigt die durchschnittliche Dividendenrendite der BASF seit dem Jahr 2000, welche bei 3.9% liegt. Das bedeutet also, die BASF wird im Schnitt zu einer Rendite in Höhe von 3.9% an der Börse gehandelt. Nun schwanken aber täglich die Aktienkurse und somit auch die Dividendenrendite. Die täglichen Schwankungen können wir der grünen Linie entnehmen (Dividende [%]). Am heutigen Tag (26.10.17) liegt die BASF Dividendenrendite (grüne Linie) bei 3.4% und somit -0.5 Prozentpunkte unter dem langjährigen Durchschnitt. Geht man davon aus, dass sich mittel- bis langfristig die Rendite wieder beim Durchschnitt von 3.9% einpendeln wird, dann hat die BASF Aktie ein Kursverlustpotential in Höhe von 11,71€ (Berechnung: Aktueller Kurs 91€ / 3.9% Durchschnittsrendite * 3.4% aktuelle Rendite = 79,29 € Neuer Kurs). Jeder +0.1 Prozentpunkt Dividendenrendite bedeutet bei einem Kursniveau von 91€ einen potentiellen Kursverlust von 3,56 €.

Die farblichen Korridore Blau (overweight -> Kaufsignal), Hellgrün (Equalweight -> Neutral) und Grau (Underweight -> Verkaufsignal) geben uns Empfehlungen ob wir eine Aktie Kaufen, Verkaufen oder halten sollen. Immer wenn die grüne Linie in den blauen oder grauen Bereich eintritt sollte die Aktie gekauft bzw. verkauft werden.

Beispiel: Die Grafik zeigt zwei schwarze Punkte. Punkt 1 (8. Jan 2016) liegt bei einer Dividendenrendite in Höhe von 4,6%, der Kurs liegt bei 63,68 €. Hier befinden wir uns also im blauen Bereich, somit kaufen wir die Aktie. Punkt 2 (07.12.2016) liegt im grauen Bereich, womit bei einer Dividendenrendite von 3.5% und einem Kurs von 84,82€ ein Verkauf Signal gegeben wäre. Halten wir uns nun strickt an die Kennzahlen und verkaufen die Aktie, so erzielen wir einen Gewinn in Höhe von 21,14€ (+33%) innerhalb von 11 Monaten.

Wir wir in der Grafik sehen können gibt es eine Vielzahl von Einstiegs und Ausstiegszeitpunkten. Man hätte dieses Vorgehen anhand der BASF Aktie also viele Male vollziehen können.

Fair Value der BASF Aktie

BASF Fair ValueQuelle: Eigene Darstellung

Orientieren wir uns an der zuvor diskutieren Logik zur Erkennung von Kauf- und Verkaufssignalen dann können wir prüfen wie oft eine Aktie über-, bzw. unterbewertet ist. Auf Basis der durchschnittlichen Dividendenrendite von 3.9% wurde die BASF Aktie seit dem Jahr 2000 an 2.718 Tagen zu teuer (overpriced) und an 1.811 Tagen zu günstig (undervalued) an der Börse gehandelt. Die grüne Linie in der Grafik zeigt den fairen Wert der BASF Aktie auf Basis einer Dividendenrendite von 3.9%, die blaue Linie hingegen zeigt den tatsächlichen Börsen Schlusskurs.

Fazit:

Die Dividendenrendite ist mehr als nur eine Kennziffer welche die Verzinsung des Anlagekapitals widerspiegelt. Sie kann vielmehr als Indikator für Kauf und Verkauf Signale eingesetzt werden. Wichtig ist aber zu berücksichtigen, das diese Methode nur bei Unternehmen angewandt werden kann, deren Geschäftsmodell auch künftig funktioniert sowie eine zuverlässige, historische Dividendenzahlung aufweisen.

Kommentare

  1. Super Artikel, er hat mir sehr geholfen mit meiner eigenen Dividendenstrategie fortzufahren.

    Den Korridor von 0,5% könnte man ja auch abhängig von der langjährigen Dividendenrendite machen. Z.B. 0,5% für 4% Rendite und dann linear fallend/steigend mit der Rendite. Z.B. ein Korridor von 1% für 6% Rendite — der Faktor müsste dann je nach Gusto angepasst werden.

    Kurze Frage noch: woher beziehst du die historischen Dividendendaten?

    1. Author

      Hallo Matthias, schön das der Artikel für dich nützlich ist!
      Die historischen Daten zu den Dividenden beziehe ich immer direkt von der Investor Relations Seite der Unternehmen. Für alle von mir beobachteten Unternehmen habe ich mir eine Datumsnotiz hinterlegt wann ich das nächste Mal wieder auf der Website vorbeischauen muss bzgl. möglicher Dividenden News.
      Außerdem kann ich dir die Website MyDividends.de empfehlen. Hier findest du täglich Dividenden News zu allen möglichen Unternehmen. Hier der Link: http://www.mydividends.de/
      Beste Grüße, Frederik

      1. Danke Frederik,

        ich schreibe mir gerade ein Programm, welches die Dividendenstrategie möglichst automatisiert für ein großes Aktienuniversum anwendet. Aktuelle Daten und die Abschlüsse der letzten 5 Jahre bekomme ich schon. Wieviele Jahre würdest du minimal einbeziehen, um einen validen Durchschnittswert für die Dividendenrendite zu erhalten?

        Viele Grüße,
        Matthias

        1. Author

          Hallo Matthias, Glückwunsch! Du wirst feststellen, wenn dein Programm einmal steht wirst Du keine Investitionsentscheidung mehr ohne dieses Tool treffen.
          Auch ich arbeite bereits mit einem eigen gestrickten Tool welches die Basis meiner Investitionsentscheidungen bildet (vgl. meine Antwort hier im Beitrag an Jannick).
          Die Frage mit der Du dich aktuell beschäftigst ist nicht so einfach zu beantworten. Ein Richtig oder Falsch gibt es hier nicht wirklich, ich möchte Dir auch sagen warum.
          Meiner Meinung nach hängt die Renditeerwartung (Dividendenrendite) der Investoren stark davon ab, welche Rendite Anlagealternativen abwerfen.
          • In Phasen, in welchen sichere Staatsanleihen bei z.B. 4% rentieren ist die Forderung an Aktienrenditen logischerweise höher, da risikoreicher!
          • In Phasen, in welchen sichere Staatsanleihen bei z.B. 0.5% rentieren oder gar bei 0% bin ich als Investor bereit, mich mit niedrigeren Dividendenrenditen zufrieden zu geben.
          Worauf ich nun eigentlich hinaus möchte. Seit 2010 gehen die Renditen auf Staats- und Unternehmensanleihen immer weiter zurück. Als Antwort darauf „flüchten“ immer mehr Investoren in Aktien um überhaupt noch eine positive Rendite erzielen zu können. Aktionäre sind also aufgrund des Niedrigzinsumfelds bereit, niedrigere Renditen trotz höherem Risiko zu akzeptieren.
          In der Phase in welcher wir uns heute befinden denke ich also, dass eine Betrachtung der Dividendenrendite der letzten 5 Jahre durchaus eine Option wäre, da diese das seit Jahren bestehende Niedrigzinsumfeld abbilden.

  2. Vielen Dank auch meinerseits für den Artikel!

    an einem ähnlichen Ansatz habe ich bereits vor einigen Jahren gedacht. Die Überlegung und Optimierung der gewählten Werte, wie Referenzszeitraum für die Berechnung der durchschnittlichen Dividendenrendite oderBestimmung der kaufs- und Verkaufsschwellen ist an sich kein Hexenwerk.
    Womit ich meine Schwierigkeit habe, ist, wenn man anfängt, mit dieser Methode 50 bis 100 Aktien zu betrachten. Wie kann man die Tagesschlusskurse fortlaufend speichern und damit automatisiert Signale generieren. Ich kann keine 50 Kurse am Tag aus dem Internet suchen und in eine eigene Tabelle einpflegen. Der Aufwand lohnt sich nicht. Ich habe es lieber etwas bequemer.
    Wie gehst du denn vor?

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg. Weiter so!

    1. Author

      Hallo Jannick, es freut mich das Dir der Artikel gefällt.

      Die Schwierigkeit welche Du beschreibst hatte ich zu beginn meiner Investorenreise auch. Ich hatte angefangen mir eine Datenbank aufzusetzen welche ich jeden Abend manuell aktualisiert hatte. Abend für Abend hatte ich aktuelle Kurse und Dividenden in eine Excel Tabelle eingetragen was mit Aufnahme neuer Unternehmen zu immer mehr Arbeit geführt hatte. Wie Du schon sagst, bei >50 Unternehmen stieß das System an seine Grenzen.

      Um das Problem in den Griff zu bekommen habe ich mich dann mit dem Thema Makros auseinandergesetzt.
      Nun benötigt es nur noch 2 Mausklicks um derzeit 329 Unternehmen in meiner Datenbank abzulegen.
      Automatisiert werden Schlusskurse, Dividendenrendite, Dividende, Durchschnittliche Dividendenrendite seit 2015 (Zeitpunkt an welchem ich das Tool neu aufgesetzt hatte).Seit 2015 ist meine Datenbank nun auf 562.094 Datensätze angewachsen und wächst weiterhin täglich um 1.218 Datensätze (Da ich jeden Tag die neuen Schlusskurse, Dividendenrendite, Dividende, Durchschnittliche Dividendenrendite seit 2015 automatisiert ablege).

      Je größer die Datenbasis umso wertvoller die Informationen welche man daraus ableiten kann. Die Vorgestellt Grafik in dem Beitrag welche die Durchschnittliche BASF Rendite sowie die tatsächliche Rendite zeigt kann ich nun in wenigen Schritten für die 329 Unternehmen erstellen. Abseits der Grafiken zeigt mir mein Tool bereits automatisiert zu jedem Unternehmen, über ein Ampelsystem, ob das Unternehmen ein Kauf- bzw. Verkaufsignal liefert.

      Ich muss allerdings fairer weise gestehen. Ich handle nicht immer nach den erzeugten Signalen. Seit meiner ersten Investition bin ich ein klassischer Buy&Hold Anleger welcher sich nur schwer von guten Unternehmen trennen kann, egal wie gut diese bereits gelaufen sind. Beispiel AT&T, hier hatte ich mehrere Verkaufsignale welche mir Kursgewinne >40% eingebracht hätten, heute stehe ich wieder bei +10% weil ich diese nicht durchgeführt habe. Ich kann mich von AT&T einfach nicht trennen. Halte dieses Unternehmen seit der ersten Stunde meiner Anfänge als Dividendeninvestor und liebe die hohen und stabilen Quartalsausschüttungen 🙂

      Beste Grüße, Frederik

  3. Hallo Martin, freut mich das dir der Ansatz gefällt. Die 0,5% Punkte Korridor sind eine Annahme welche ich für meine Aktienauswahl anwende. Es gibt aber bei dieser Anwendung auch ein kleines Manko. Bei Unternehmen, welche historisch hohe durchschnittliche Dividendenrenditen aufweise (z.B. Versorger) ist der 0.5% Punkte Korridor mit geringen Kursgewinnen verbunden als bei Unternehmen mit niedrigen durchschnittlichen Dividendenrenditen. Hier mal ein Beispiel zum besseren Verständnis:

    Beispiel 1:
    Unternehmen A notiert am heutigen Tag bei 100 EUR und einer Dividende in Höhe von 3.50 EUR (3.5%). Es hat eine durchschnittliche, historische Dividendenrendite in Höhe von 3.0%. Das Kaufsignal liegt bei 3.5% Dividendenrendite, das Verkaufsignal bei 2.5% Rendite. Wir kaufen also zu einer Rendite von 3.5% zum Kurs von 100 EUR. 1 Jahr später notiert die Aktie bei 2.5% Dividendenrendite, was einen Kurs von 140 EUR bedeutet (100 EUR / 2.5% *3.5% = 140 EUR). Wir verkaufen nun die Aktie da die 2.5% Punkte das erhoffte Verkaufsignal liefern. Unser Kursgewinn liegt nun bei 40 EUR je Aktie

    Beispiel 2:
    Unternehmen B notiert am heutigen Tag bei 100EUR und einer Dividende in Höhe von 6.00 EUR (6.0%). Es hat eine durchschnittliche, historische Dividendenrendite in Höhe von 5.5%. Das Kaufsignal liebt bei 6.0% Dividendenrendite, das Verkaufsignal bei 5.0% Rendite. Wir kaufen also zu einer Rendite von 6.0% zum Kurs von 100 EUR. 1 Jahr später notiert die Aktie bei 5.0% Dividendenrendite, was einen Kurs von 120 EUR bedeutet (100 EUR / 5.0% * 6.0% = 120 EUR). Wir verkaufen nun die Aktie da die 5.0% Punkte das erhoffte Verkaufsignal liefern. Unser Kursgewinn liegt nun bei 20 EUR je Aktie

    Das Beispiel zeigt, der 0.5% Punkte Korridor generiert höhere Veräußerungsgewinne bei historisch niedrigeren Dividendenrenditen (Beispiel 1). Für Unternehmen mit historisch höheren Dividendenrenditen könnte der Korridor auf 1.0% Punkte angepasst werden

    Aktuell arbeite ich persönlich (aus komplexitätsgründen), in meinem Krawattenlos Tool, noch mit dem 0.5% Korridor für alle Unternehmen.

    Grüße, Frederik

  4. Sehr informativer Artikel, vielen Dank!
    Wie bestimmst du die Schwankungsbreite um die durchschnittliche Div-Rendite, also ab wann overweight und underweight ist. Ist das bei jeder Aktie der selbe Wert (zB +/- 0.5%)?

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